Moment

Entscheidende Momente – Decisive moments

Fundstücke von unterwegs

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Es sind die kleinen Funde in den verfallenen, verlassenen Häusern, die soviel vom gewesenen Leben der gewesenen Bewohner erzählen, dass mir manchmal der Atem stockt und ich mich als Störenfried der Stille fühle. Zufallsfunde wie dieser, entdeckt, weil ein Lichtstreifen durch einen geöffneten Fensterladen das Metall aufblinken ließ. Wessen Hand mag diesen Ring getragen haben? Wer ist das Paar in dem kleinen Medaillon? Wurde das Schmuckstück an feiner Goldkette um den Hals getragen? Von wem? Wessen Kleid schmückte die zierliche Brosche?

Bedeckt von Staub und dicken Spinnweben bin ich seit einer Weile immer wieder unterwegs in ländlichen Regionen, suche und finde. Mit Faszination, auf Zehenspitzen und bisweilen Trauer: Weil so viele Lebensspuren unwiderbringlich verloren gehen, Kultur und Geschichte(n), mit den alten Häusern und den Menschen, die fast ebenso unbemerkt vergehen wie ihr Lebensumfeld. Es wird ein langes Projekt werden, diese Arbeit.

Photo: ©HeikeRost.com 17.6.2014

Update aufgrund mehrerer Anfragen:
Ich gebe keine Adressen dieser Häuser weiter. Die Orte habe ich übrigens immer mit Wissen und Zustimmung der Erben, Verwalter oder Besitzer besucht und durchstöbert – und werde das auch zukünftig so handhaben.

Mich interessiert weniger die verfallende Architektur im Sinne von »urban decay« und »Schönheit des Verfalls«. Viel spannender und vielschichtiger sind diese kleinen Funde, die ich ohne das uneingeschränkte Vertrauen der Besitzer oder Verwalter nicht entdecken könnte. Weil mir das Betreten der Häuser ebenso erlaubt wird wie das Öffnen von Schränken, Kisten und Kästen. Ohne Zeitdruck, ohne Einschränkung, mit Vertrauen und im sicheren Wissen, dass ich achtsam und respektvoll mit dem Gefundenen umgehe.

Stadtspaziergänge, anderorts

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Durch die Stadt laufen und die Geschichten unterwegs sehen: mit anderen Augen, immer wieder. Hochblicken zu den Fenstern eines Kaufhauses; die Dekoration ist eine Kunstwelt aus gemalten Vögeln, Fototapete und Plastikmenschen, ist tote Architektur, die erst durch die Spiegelung der Sommerhimmelwolken lebendig und zur surrealen Szenerie wird. Sehen, das ist ein Puzzle aus Musik, aus Gerüchen, Klängen, aus Erinnerung und Gegenwart, aus Träumen und Zukunft. Jedesmal neu und überraschend; die Seele erzählt ihre gefundenen Momente in Bildern. Manchmal braucht es nicht einmal die Kamera, bisweilen reicht die Sprache, Gesehenes wieder sichtbar zu machen.

Am Rhein, nah des ehemaligen Forts, steht ein kleiner Junge mit einem Tretroller. Vor ihm liegt eine leere Fläche aus Pflasterstein und Betonplatten, sie muss dem Knirps riesig erscheinen: So weit, so groß, so leer! Kurz dreht er sich nach seinem Vater um; der lächelt den Steppke ermutigend an. Der Wind trägt mit sich, was der Vater zu seinem Sohn sagt. »Trau Dich! Ich bin da!« Und schon flitzt der kleine Junge los, mit dem Roller, hinein in die Weite, sein T-Shirt flattert, seine Haare sind strubbelig vom Fahrtwind. Ein Moment, der sein Echo im Gesicht des Kindes findet: ein Wechselspiel aus Furcht, Neugier, Wagemut und freudiger Überraschung, ein lachender, kleiner Kolumbus zwischen großen Betonklötzen. Zauberhafte Stadtmomente.

»Great photography is about depth of feelings, not about depth of field.« schrieb Peter Adams. Vermutlich die schwierigere Übung als der Umgang mit photographischer Schärfe: Sich den eigenen Gefühlen zu nähern, sie zu erforschen und irgendwann mit ihnen im Einklang zu sein. Erst dann nähern wir uns mit individueller Handschrift den Bildern, erst dann werden sie – für den Photographen wie für den Betrachter – (wieder)erkennbar und unverwechselbar.

©HeikeRost.com 28./29.5.2014 – Alle Rechte vorbehalten.

Im Ohr: Peter Handkes »Lied vom Kindsein«

Notizen von unterwegs: Aus dem Apfelhain

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Auf einer Fahrradtour durch die Obstäcker zwischen Klein-Winternheim und Ingelheim: Flirrendes Licht zwischen den Bäumen, es ist ungewöhnlich warm für April. Schon fast wie im Sommer, dunkler als sonst ist das Grün der Landschaft, sonnengebleicht die Grasstreifen am Wegesrand. Es hat eine Weile nicht geregnet, im Boden sind tiefe Risse zu sehen. Ein älteres Ehepaar grüßt freundlich. Fragt, was ich denn fotografieren würde. Ob sie das Bild auf dem Monitor sehen dürfen? Selbstverständlich.

»Wir gehen hier schon seit Jahren täglich spazieren. Aber…« der ältere Herr hält inne. Schweigt eine Weile. Schaut dann von der Kamera zum Apfelhain. Es ist ein nachdenklicher Blick – auf die gelblichen Streifen im Schatten der Bäume, die vom Unkrautvernichter ausgeblichen sind. Dann holt er tief Luft, ein leises Lächeln im Gesicht: »Wissen Sie, eigentlich haben meine Frau und ich uns gerade noch über diesen Chemiekram geärgert. Und eigentlich nur das gesehen. Dankeschön.« Verblüfft habe ich nachgefragt: »Dankeschön?« Die beiden strahlen mich an. »Ja. Weil das hier so zerbrechlich und schön ist. Ihr Bild war das.«

(Wahrheit ist nie absolut, sondern besteht aus vielen Schichten und Facetten. Welche davon sichtbar wird, liegt in der Entscheidung und Freiheit desjenigen, der ein Bild macht. Mitunter zeigt es eine andere, vordergründig unsichtbare Ebene.)

»Skywalker«

Skywalker ©HeikeRost.com 18.2.2014 - All rights reserved.
Seen today on my walk downtown. With a regard to Edouard Boubat’s wise words »If you keep your heart and your eyes open, there is a gift waiting for you at the corner of every street.« I’d like to add: »… you’ll find cheerfulness and a wink wherever you go.« And I truly wonder what the story of the »hanging shoes on their sky walk« might be about.

©HeikeRost.com 18.2.2014 – All rights reserved.

Faszination des Schreckens: Im Schlachthof

Ein Klick auf das Bild führt Sie weiter zur Serie  – und ist Ihre individuelle Entscheidung.
Ein dumpfer Knall. Für den Bruchteil einer Sekunde schien der Bulle in der Luft zu schweben, bevor er auf dem Kachelboden im Schlachthaus zusammenbrach. Ein letzter Atemzug, wie ein Seufzer, zitternde Beine. Mit Elektrosäge und blitzendem Hackmessern begann der Mann im weißen Kittel, das mächtige Tier zu häuten und zu zerteilen. Beklemmende Augenblicke zwischen Ekel erregendem Gestank der klaffenden Bauchhöhle. Innereien und Gedärme quellen hervor, blutbespritzt, faserig und glibberweiß. Es sind fremde Gerüche – und ebensolche Geräusche: Knirschen von Knochen, Reißen von Haut und Sehnen. Vor allem aber der Geruch des frischen Blutes, alltagsfern und nasenfremd. Ein schwerer, metallischer und eigenartiger Dunst, ungewohnt und bedrohlich. Er haftet auf der Haut, in Haaren und Kleidung, bleibt als hartnäckige, beklemmende Spur noch lange im Geruchsgedächtnis zurück.

Im Kopf hatte ich ein Sammelsurium aus Gedanken und Assoziationen damals; eine Bilderflut beim Fotografieren, durchs Sehen lebendig geworden, verstärkt noch durch die sensorischen Ebenen des Riechens und Hörens. Abbilden, Zeigen ist widersprüchliche Verarbeitung und Auseinandersetzung mit dem Gesehenen, ist Faszination des Grauens und des schwer Erträglichen, mit befremdlich ästhetischen Komponenten: Blut mit seiner brachialen, dominanten Farbigkeit zwischen hellem, flüssigen Rot bis zu fast schwarzen Klumpen. Blut als Metapher für Leben und Tod, für Krieg, Macht und Unterdrückung. Blut auch in der Kunst: Gedanken an das »Orgien Mysterien Theater« des Aktionskünstlers Hermann Nitsch, der mit seinen Installationen und Kunstaktionen in den 60er Jahren Zuschauer provozierte und schockierte.

Marina Abramovic und ihre Performance »Balkan Baroque«, die den Jugoslawienkrieg thematisierte und 1997 auf der Biennale in Venedig für Aufsehen sorgte: An vier Tagen saß die serbische Künstlerin auf einem blutigen Berg aus Knochen, sang Totenklagen und löste in endloser, ritualisierter Gestik Fleischfetzen vom Gebein. Knochen, Symbol für Tod, Gruselfaktor in Beinhäusern und zugleich ältestes organisches Material für Künstler und ihre Kreativität, von Schnitzereien und Statuen über beinerne Kämme, Knöpfe und Gürtelschnallen. Votivtafeln für Gebete um Heilung und Wunscherfüllung – bis hin zur Querverbindung in die Musik: Klaviertasten aus Elfenbein, Sättel für Saiteninstrumente.

Nachdenken bei der photographischen Arbeit auch über zeitgenössische Menschen: In gefüllten Tiefkühltruhen liegt Fleisch, das nur per Etikettierung verrät, welches Tier das einmal war. Ausgeblendet sind die Vorstufen der Nahrung, Massentierhaltung und blutiges Handwerk in Massenschlachtungen. Burger und Steaks auf dem Grill, eine Pseudo-Naturidylle aus Perspektive des Stadtsozialisierten. Teil des Lebens ist der Tod, doch wir sind ihm entfremdet; und umso mehr von Ekel, Abwehr und Angst gebeutelt, je unmittelbarer wir mit dem Fremdgewordenen, Unbekannten und Verdrängten konfrontiert werden. Die Frage des Metzgers an mich als Photographin war in diesem Kontext so berechtigt wie absurd: »Fallen Sie um, wenn Sie Blut sehen?« Nein. Ganz banal übrigens, weil ich zwar in der Stadt aufgewachsen bin, mir aber dank ländlich rustikaler Verwandtschaft inklusive geschlachteter Tiere von Huhn bis Schwein die blutigen Vorstufen fertiger Schnitzel und Würste nicht fremd sind. Sie ängstigen mich nicht, sie ekeln mich nicht. Und Fleisch esse ich auch nach dieser Reportage noch.

Entstanden ist die Serie als eine von mehreren Auftragsarbeiten für ein Kirchenmagazin, das sich dem Thema »Mensch und Tier« widmete. Die Bilder lösten nach ihrer Veröffentlichung eine große Bandbreite von Reaktionen aus: Überwiegend Ekel und Abscheu, aber auch beeindruckte Faszination, gepaart mit Beschimpfungen und Verstörtheit. Dass »eine sensible Photographin«, gar »eine Frau solche Bilder machen« könne … und überhaupt, man dürfe »so etwas« nicht veröffentlichen. Eine der Debatten damals drehte sich um die Frage, wie man als Photograph »solch grässlichen, blutrünstigen Bildern« als faszinierend bezeichnen oder gar ästhetische Momente entdecken könne.

Der Kirchenvertreter war verblüfft, als ich ihm mit einem Zitat aus der Bibel antwortete. Im Paulus-Brief an die Epheser (4.18) heißt es: »…sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist.«. Dass Horror und Grauen eine ganz eigene Faszination haben, belegen zahlreiche Beispiele in der Kunst: Stellvertretend seien hier Alfred Hrdlickas »Wiedertäuferzyklus« und die Werke von Boris Lurie genannt, aber auch der surrealistische Film »Ein andalusischer Hund« von Luis Bunuel und Salvador Dalí.

Photos: ©HeikeRost.com – Alle Rechte vorbehalten.

Weiterführende Links:

Hermann Nitsch, »Das Orgien Mysterien Theater« (Website)
Marina Abramovic: »Balkan Baroque« (1999, Film von Pierre Couliboeuf, 58 Minuten)
Alfred Hrdlicka: „Wiedertäufer-Zyklus“ (Bildsuche-Resultate)
Boris Lurie im Netz
Luis Buñuel/Salvador Dalí: »Ein andalusischer Hund« (Website zum Film)

In Search of Lost Time

Attic Finds - ©HeikeRost.com 11/2013 - All rights reserved.
Attic finds from ancient times are very often a touching, even embarrassing experience: The look at the handwritten notes of an unknown person, who died around the middle of last century, offers an intense perspective of the past and of history. All those items of daily life, cobwebbed and covered with layers of dust in their long sleep! The enchanted light came from a narrow roof hatch and some cracked roof tiles; it gently touched the ancient pushchair and gave a haunting atmosphere to the abandoned room.

It has been a frosty weekend on the countryside: While chopping wood, I let my thoughts wander around. Later, I sat at the chimney for a while, listened to the sizzling noise of the fire; what a timeless moment of silence, once in a while the wooden balks and floors cracked slightly. As if the house itself was a vivid being, with a gentle breath in its sleep, suddenly stretching from time to time. What a pleasure to listen to these stories of their own! Told by the abandoned house itself – to the unexpected visitor, who didn’t come as an intruder but a cautious observer and explorer.

The two days have been a intense and sometimes grief-stricken journey: walking on tiptoe, deep into the history of the countryside, where so much remains of bygone family lives, dreams and wishes murmur and whisper – about shattered visions of being at home.

Photo: ©HeikeRost.com 11/2013 – All rights reserved.

Echoes and Responses

Arles Conversation - ©HeikeRost.com 1990 - All rights reserved.A silent conversation in the deep shadows of the sun around noon at Arles, France. The photo came to my mind because I’ve just read a beautiful statement on Peter Turnley’s Facebook page: »…there are moments when the heart skips a beat with the click of the shutter, one’s world feels entirely captivated by the energy and marvel of a moment that touches the heart.«
I couldn’t agree more to these words – for there is definitely a delicate change of pace in a photographer’s heart in those moments. And I’m sure that this tiny difference in vibration and heartbeat resonates in a beautiful way: It echoes in the beholder’s heart. And always will.

»…and yes I said yes I will Yes« (James Joyce)
Arles Conversation ©HeikeRost.com 1990 – All rights reserved.

The charme of surprise in overcoming creative blocks

Tropical heat, thunderstorms – and stories which turn out to be no story at all« .- can be a very frustrating experience on assignment. Sometimes that ends up in serious creative blocks, which I tend to call „black holes in motivation“. The best way for me to overcome those moments is – to take a break, immediately. I consider it most important to focus on something completely different. Depending on schedule and situation, it doesn’t really matter if this change in perspective is just for taking a deep breath, for a few minutes, a coffee and maybe a cigarette – or  for half an hour.

The other day: After fixing some car problems, a complete switch of the schedule due to weather conditions and some urgent mails, a morning walk at Lake Constance has been my personal choice to start into work and load my batteries. On my way to complete the story with a few photos, I quickly grabbed my Leica and just two of my favorite lenses; no burden, neither literally spoken nor in the physical sens – just a comfortable minimum of equipment which allows works and doesn’t block the photographer. Annoyed, definitely not in my best mood, struggling with a heavy thunderstorm related headache, I slouched along the shore of the Lake.

Dorothy and Roland at Lake Constance - ©HeikeRost.com 7.8.2013 - All rights reserved. While strolling, I enjoyed the panoramic view of Lake Constance; the foggy air slightly started to clear off as the sky with the low clouds did. Suddenly sunshine – and a couple on a bench caught my attention. With a soft voice, they were talking to each other, leaning towards each other in a very tender way. As I approached, they looked up and smiled to me. A mutual, joyous »Good morning!«, I asked them whether they would mind that I’d take a photo of them, which was actually a start into a lovely conversation. And we found out something truly remarkable: we’ve already met, without taking any notice of each other. The evening before, we all sat at the same small pub, with a drink, and watched the arising thunderstorm, listening to the sounds of nature.

Dorothy and her husband Roland, married for 57 years, are on vacation at Lake Constance. I’ve been fascinated and very touched, either by their loving tenderness towards each other and the couple’s admirable youthfulness in thoughts, humor and attitude. We spent around half an hour in a deeply inspiring conversation; about the beauty of this morning moment, the light and its changes, about arts, literature and music. When I left to continue my work, Dorothy unexpectedly came back to music, obviously struck by a sudden idea. »You have to go to St. Stephan’s church at noon!“« she proposed, »They give a small concert with Johann Sebastian Bach’s beautiful organ music – I’m sure you’ll enjoy that very much!“ Wishing each other a splendid day, we left the place.

During our conversation, I didn’t mention that Bach belongs to my favorites in music. I often listen to his beautiful works, especially in times when I need concentration, try to focus on certain aspects of my work or start into writing. Still perplexed by the couple’s proposal, I went to St. Stephan’s at noon. Passed the entrance door, entered the nave – and there they sat, Dorothy and Roland, waving at me and inviting me to take a seat besides them. This time, we didn’t talk at all. But, with a smile on our faces, we enjoyed together the midday concert and its inspiration. Unnecessary to mention: the photo I took inside the church (of the couple, absorbed in thoughts and by Bach’s music) was exactly the photo I needed to complete my photo series.

The wonderful encounter with Dorothy, 81, and her husband Roland (87) has been a surprising, very intense lesson in overcoming a creative block. I feel very grateful for this moment which I consider a truly precious one. I don’t believe in blind chance, but in serendipity.

Imagine the images!

After the rain - ©HeikeRost.com 2013 - All rights reserved.There are definitely moments in life when I decide not to take photographs – but just to sit and watch: Completely absorbed in thoughts, focused on observations and perceptions, concentrated on the smallest details. I love to simply watch, whether changes in light or atmosphere around me – like I did during the last hour and a half. After a day with incredible heat and insane air humidity, I sat down in a small pub at the shores of Lake Constance. Work on assignment has been done for today. I’ve been done also. What could be better than a cool drink and this amazing panoramic view of the Alps?

And what could be more interesting than watching the growing clouds on the horizon, which pile up to another kind of Alps in the sky? All the colors around, the air and the light were so brillant and sharp – like they are just before a thunderstorm. Suddenly and with an enormous speed, the light was fading. Seemingly swept away by a cool breeze from the mountains, within a couple of minutes all colors around blurred, then were gone, extinguished by that sudden darkness. Lake Constance vanished – behind falling rain, like a charming lady hiding behind a grey silken veil. First silence arose, than the soft murmur of approaching rain. Leaves were whirling and dancing in the refreshing wind. I sat – and just watched. No camera, no photo. Just watching. And listening to the sounds of nature.

Such impressing, overwhelming beauty: Hissing and dabbling water – waves on the Lake as well as rain on ancient roofs and rain gutters. Sparkling little lights were shimmering on the the dark cobblestone pavement, reflections of ongoing flashes, like white, red, yellow strobe lights, painting a variety of colors into the sky. Empty streets in the old town of Lindau at Lake Constance, nothing to hear: No voices, no footsteps, nothing except roaring thunder, which causes vibrations all over and the whispering sound of water. An abundance of stories, told by nature itself. This wonderful resonant silence within: I’d prefer not to disturb it with an annoying click of my camera. I simply sat down and just listened, while more thoughts and inner images came to my mind than words could tell.

This world is a truely impressive, beautiful place to be.

Adventures with a View

Sol Gabetta 2009 ©HeikeRost.com - All rights reserved.»Hands are something very interesting to look at: They tell stories … in the way people touch each other, shake or hold hands, embrace or handle delicate things. Additionally their gestures and various shapes reveal much about a person’s character and temper – like Sol Gabetta’s elegant but powerful hand in a moment of silent contemplation during a rehearsal.«

So far the story behind the picture. Thanks to social media there is another, new story behind the picture, worth to be told anyway. The day before yesterday, I’ve published the photo above with its capture on my Facebook page and profile. Unusually late due to a couple of days with a really tight schedule. Yesterday morning I woke to a start, because I forgot to reset the push messages to „silent mode“. I grabbed my smartphone at 5.30 a.m., looked at the message. It was Facebook – telling me something about 35 new fans, tons of likes on my page and »1350 people saw your post«. Call it sudden hyperventilation and an adrenaline push: What happened? Got hacked? Account compromised? As those apps don’t display certain functions and aspects of stats, I rushed to grab my notebook to have a closer look what might be going on.

Between boot up and closer look I had a quick coffee. Stats exploded in the meantime – about 10 minutes: »…2590 people…«. Well. Let’s check that unsusual activities. A closer look to stats, likes, shares – and a sudden insight: The photo above has caught special attention – and was shared on Sol Gabetta’s page on Facebook. During the day, stats showed an enormous response on the photograph, reporting more than 9000 reaches. And beyond all stats (hey! only numbers!) personal interaction with people was really phantastic: Likes and comments from all over the world – and lots of comments via personal messages also, which led into a number of interesting conversations. Stunning but not unexpected at all: All dialogues were mostly about life – and not about photography or even technical skills (which has been the trigger to start into conversations, though.)

These are the moments I really love social media: This great interaction with people is one of the constant sources of inspiration and creativity for me. Responses tell much about the emotional skills of photographs and their captions. And those conversations were … great. Nothing to add so far – except warm regards and »Thank you« to Sol Gabetta, who is not only a fascinating artist, but also a very kind, warmhearted person with a great sense of humor.
(And for those who are curious about the realities of life: Interaction via social media is not only flattery, but also results in interesting requests.)

Photo: ©HeikeRost.com 2009 – All rights reserved.