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Photos und Photoserien – Photos and Series

IF/SummerAcademy 2016: Fotografie mit allen Sinnen

Innenhof Paradeis
Abends in Margreid
Bistro »Sunrise« in Margreid
Paradeis Interieur
Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott
Print-Ausstellung im Innenhof des Cason Hirschprunn/Paradeis
Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler
Barrique-Fässer im Weingut Alois Lageder
Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler
Paradeis Interieur
Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott
John McDermott während seines Workshops
Jäger und Sammler? Fotograf!
Paradeis Interieur
Geraldine Ros bei Paul Leclaires Workshop »Tanz«
Fine Art Printing mit Hermann Will
Innenhof des Paradeis
Paul Leclaire
Klaus Bothe
Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler
Paradeis Interieur
Beim Workshop »Tanz« von Paul Leclaire
Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros
Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros
Paradeis Interieur
In Margreid/Südtirol
Workshop »Fashion« von Petra Stadler
Paradeis Interieur
Innenhof im Weingut Tenuta
Alois Lageder während des Workshops von John McDermott
Paradeis Interieur
Treppenhaus im Paradeis

Innenhof Paradeis

Abends in Margreid

Bistro »Sunrise« in Margreid

Paradeis Interieur

Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott

Print-Ausstellung im Innenhof des Cason Hirschprunn/Paradeis

Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler

Barrique-Fässer im Weingut Alois Lageder

Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler

Paradeis Interieur

Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott

John McDermott während seines Workshops

Jäger und Sammler? Fotograf!

Paradeis Interieur

Geraldine Ros bei Paul Leclaires Workshop »Tanz«

Fine Art Printing mit Hermann Will

Innenhof des Paradeis

Paul Leclaire

Klaus Bothe

Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler

Paradeis Interieur

Beim Workshop »Tanz« von Paul Leclaire

Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros

Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros

Paradeis Interieur

In Margreid/Südtirol

Workshop »Fashion« von Petra Stadler

Paradeis Interieur

Innenhof im Weingut Tenuta

Alois Lageder während des Workshops von John McDermott

Paradeis Interieur

Treppenhaus im Paradeis

Vom 24. bis 28. August werden sich engagierte Fotografen voller Leidenschaft an der Südtiroler Weinstraße in die Fotografie vertiefen – mit Spaß und exzellenten Referenten: Die IF/SummerAcademy findet dieses Jahr zum dritten Mal statt.

Als jährliches Highlight der IF/Academy berührt die dreitägige Veranstaltung alle Sinne: bewusst sehen, Spannendes hören, Wein verkosten, Südtiroler Sommer riechen und Fotos produzieren. Die Fotoworkshops, die an allen Tagen jeweils vormittags und nachmittags belegt werden können, bieten den Teilnehmern interessante Begegnungen mit Fotografie, Emotionen, mit Kreativität und Inspiration rund um die Welt der Bilder.

Anders sehen

»Die weltbesten Visualisten oder Fotografen machen genau die Bilder, die sie vorher im Kopf haben.« sagt Coach und Fotograf Rüdiger Schrader, der den Workshop »Visuelles Denken leiten wird. Er hilft, Bilder im Kopf zu entwickeln und zu formulieren. Die Fotografen Paul Leclaire, John McDermott, Uwe Statz, Petra Sagnak, Andreas Marx und Petra Stadler stellen sich mit den Teilnehmern in ihren jeweiligen Workshops den Herausforderungen des »bewussten Sehens«: Wie sieht und reagiert man auf gegebene Lichtverhältnisse oder Szenen, die sich vor den Augen entfalten? Wie verändern ein ungewohnter Einsatz von Objektiven oder der Kamera die Ergebnisse und das, was man eigentlich sieht? Wie kann man das, was man beobachtet und empfindet in eine fotografische Geschichte umsetzen, andere visuell berühren?

Spannendes hören

In sich hineinhorchen, auf seine innere Stimme hören und Ideen formulieren. Zuhören und aus dem Erfahrungsschatz der Experten schöpfen. Vorträge im Kornspeicher, Gespräche mit Fotografie-Enthusiasten im historischen Innenhof oder das abendliche Glas Wein befruchten die Erkenntnisse und Motivation der Teilnehmer. Kritik, Feedback und Portfolio Reviews stehen ebenfalls auf der Agenda. Die Begegnung mit Fotografie wird so auch zur Begegnung mit unterschiedlichsten Menschen und ihren individuellen Sichtweisen – in inspirierender Umgebung.

web_20150829_Margreid-1007241-2Wein schmecken und Südtiroler Sommer riechen

Der Veranstaltungsort der IF/SummerAcademy befindet sich in den ehrwürdigen Mauern des Ansitz Casòn Hirschprunn auf dem Weingut Alois Lageder in Margreid an der Südtiroler Weinstraße. Die umliegenden Weinberge, der traumhafte Innenhof und die blühende Gartenanlage bilden neben der Vineria Paradeis und dem Palazzo aus dem.13. Jahrhundert die bezaubernde Kulisse und schaffen so die besondere Atmosphäre der Veranstaltung. Begleitende Partner oder Familien finden an der Südtiroler Weinstraße eine Fülle an sportlichen und kulturellen Freizeitmöglichkeiten.

web_20150829_Margreid-1007929 Bilder zum Anfassen

FineArtPrinter Hermann Will liefert einen besonderen Service: Er druckt die Bildergebnisse der Workshops aus. An der beliebten »Galerie auf der Wäscheleine« im malerischen Innenhof werden diese Fotos präsentiert. Teilnehmer können ihre Werke in der Hand halten. Bilder zum Anfassen – eine Besonderheit im Konzept der IF/SummerAcademy, die den Erfahrungshorizont ihrer Teilnehmer erweitert, das Vertrauen in die eigene Fotografie stärkt, neue Inspirationen bietet und innovative Impulse setzt.

Für schnelle Entscheider gilt der Frühbuchertarif von 795€ noch bis zum 15. Juli 2016.
Informationen und Buchung über die Website der IF/Academy oder direkt über Claudia Brose.

Begegnungen unterwegs: »Monohydra«

Einblicke in »Monohydra« - ©Hengki Koentjoro 2015 - Alle Rechte vorbehalten.
Es ist ein berückendes, leises, poetisches Buch der Bilder, in denen man versinken kann; eine liebevolle, berührend zarte Hymne an die Schönheit fremder Welten: Luftblasen, die im spärlichen Licht unter Wasser bizarre Figuren und sogar Ringe formen. Fischschwärme, die unter Wasser in abstrakter Schönheit funkeln, Blüten mit Wassertropfen, berührend schlicht und schön eingefangen von einem Meister der Betrachtung – und der Photographie.

Aus »Monohydra« - ©HeikeRost.com - Alle Rechte vorbehalten.

Hengki Koentjoros Buch »Monohydra«, das ich auf der Frankfurter Buchmesse das erste Mal in der Hand hielt, liegt seit einer Weile aufgeschlagen auf meinem Tisch: Mit seiner schnörkellosen Gestaltung, der wortlosen Präsentation der Schwarzweiß-Photographien, ist es zu einem meiner Lieblingsbücher des Jahres 2015 geworden. Zu einem Begleiter für die nachdenklichen Momente, in denen ein Photograph zur Ruhe zurückfindet. Nichts lenkt den Blick ab in diesem Buch der Stille, das mit seinem mattschwarzen Einband, dem ebenfalls matten Druck auf dunklem Papier dennoch ein Buch des Lichts und der Leichtigkeit ist.

»Still waters run deep« schreibt Koentjoro als Einleitung zu »Monohydra«, um auf eine Reise in eine andere Sphäre der Unterwasserwelten zu entführen. In seinem Vorwort schreibt Hengki Koentjoros Kollege und Freund Michael Kenna, es sei ein Privileg, mit den Augen des indonesischen Photographen jene Wunder zu entdecken, die dem bloßen Auge oft verborgen sind und in ihrer Flüchtigkeit zugleich Aufforderung sind, die Wichtigkeit von Langsamkeit und Stille zu wertschätzen.

Wer je tauchen war, weiß um die zerbrechliche, farbenfrohe Schönheit der Bewohner dieser anderen Welt. Und erinnert sich: An die berückende Stille, das bezaubernde Licht der blauen Unendlichkeit unter dem Meer und an die entschleunigte Andersartigkeit aller Bewegung in der Tiefe. »Little fishes swim upstream« – und lassen den Betrachter berührt, nachdenklich und fasziniert staunen.

»Monohydra« von Hengki Koentjoro ist bei Afterhours Books erschienen und über den Online-Shop des indonesischen Verlags erhältlich.

Weiterführende Links:
Hengki Koentjoros Website
Hengki Koentjoro bei Flickr

»Ihr müsst Bilder fressen ohne Ende!«*

Innenhof Paradeis
Abends in Margreid
Bistro »Sunrise« in Margreid
Paradeis Interieur
Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott
Print-Ausstellung im Innenhof des Cason Hirschprunn/Paradeis
Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler
Barrique-Fässer im Weingut Alois Lageder
Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler
Paradeis Interieur
Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott
John McDermott während seines Workshops
Jäger und Sammler? Fotograf!
Paradeis Interieur
Geraldine Ros bei Paul Leclaires Workshop »Tanz«
Fine Art Printing mit Hermann Will
Innenhof des Paradeis
Paul Leclaire
Klaus Bothe
Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler
Paradeis Interieur
Beim Workshop »Tanz« von Paul Leclaire
Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros
Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros
Paradeis Interieur
In Margreid/Südtirol
Workshop »Fashion« von Petra Stadler
Paradeis Interieur
Innenhof im Weingut Tenuta
Alois Lageder während des Workshops von John McDermott
Paradeis Interieur
Treppenhaus im Paradeis

Innenhof Paradeis

Abends in Margreid

Bistro »Sunrise« in Margreid

Paradeis Interieur

Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott

Print-Ausstellung im Innenhof des Cason Hirschprunn/Paradeis

Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler

Barrique-Fässer im Weingut Alois Lageder

Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler

Paradeis Interieur

Alois Lageder, Chef des Weinguts Tenuta, während des Workshops von John McDermott

John McDermott während seines Workshops

Jäger und Sammler? Fotograf!

Paradeis Interieur

Geraldine Ros bei Paul Leclaires Workshop »Tanz«

Fine Art Printing mit Hermann Will

Innenhof des Paradeis

Paul Leclaire

Klaus Bothe

Workshop »Fifty Shades of Grey« von Petra Stadler

Paradeis Interieur

Beim Workshop »Tanz« von Paul Leclaire

Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros

Workshop »Tanz« von Paul Leclaire - mit Geraldine Ros

Paradeis Interieur

In Margreid/Südtirol

Workshop »Fashion« von Petra Stadler

Paradeis Interieur

Innenhof im Weingut Tenuta

Alois Lageder während des Workshops von John McDermott

Paradeis Interieur

Treppenhaus im Paradeis

Photographie ist wunderbar, ist Emotion, Leidenschaft, Liebe. Und bedarf vielfältiger Inspirationen: Für das eigene Sehen, für die Ideen, für die Erweiterung des eigenen visuellen Horizonts. In ihrer Konzeption setzt die IF/Academy auf intensiven Austausch: Photographie-Enthusiasten aller Couleur haben sich Ende August zur »IF Summer Academy« getroffen. An einem Ort, der passender nicht sein könnte: Die in Würde gealterten und behutsam restaurierten Räume von Paradeis und Cason Hirschprunn haben ihre ganz eigene Magie aus Licht und Atmosphäre. Aus der Vielfalt der Workshops in Kombination mit langen Gesprächen wird intensive Begegnung: Mit dem Licht, mit Photographie, mit Menschen und Orten.

Daher an dieser Stelle statt vieler Worte … Bilder.

Verbunden mit einem herzlichen Dankeschön:
An die Teilnehmer und Trainer – für die spannenden Gespräche und Begegnungen, die mit dem Ende der Academy noch längst nicht beendet sind, sondern weitergehen.
An Claudia Brose, Klaus Bothe und das Team der IF/Academy – für die gut gelaunte, perfekte Organisation.

Weiterführende Links:

Die Website der IF/Academy
Das Blog zur IF/Academy: Lesenswertes über die Veranstaltung(en) hinaus
Claudia Brose, IF/Academy, über die IF Summer Academy 2015 – mit weiteren Informationen zu den Workshops und Trainern.
Die Facebook-Seite der IF/Academy – mit zahlreichen Eindrücken, Bildern und Beiträgen der Veranstaltung.

Photos: ©HeikeRost.com 08/2015 – Alle Rechte vorbehalten.

* »Ihr müsst Bilder fressen ohne Ende!« ist ein eindrückliches Zitat von Rüdiger Schrader, Fotograf, Trainer und Coach: Was wir fühlen und sehen, welche Bilder daraus entstehen, das ist wichtiger als bloße Technik.

Deutschland 5 Uhr 30

Bilder in kühler Abstraktion. Düster-dramatisches Licht; Orte, die gelegentlich spektakulär und bisweilen eher unscheinbar sind. Bilder ohne Menschen. Das ist Deutschland 5 Uhr 30, ein tiefgründiges Projekt des Lichtbildners Dieter Röseler – seine Referenz und Hommage an einen anderen großen Fotografen aus der gemeinsamen Heimatstadt am Rhein: »Ich habe keinen Vornamen« Chargesheimer, dessen 5 Uhr 30- Fotografien Bestandsaufnahme und sperrige Liebeserklärung an »seine« Stadt Köln waren.

Die melancholischen Bilder von Dieter Röseler sind Notizen, die sich nicht auf eine Stadt konzentrieren, sie lassen auf ein ganzes Land blicken. Ein »Verstehen auf den ersten Blick« ist unmöglich, man muss sich auf diese Notizen einlassen und sich visuell einlesen, sich der Nachdenklichkeit öffnen. Als »Bestandsaufnahme« deutscher Gegenwart setzen die mittlerweile über 260 Fotografien in ihrem sehr speziellen Zusammenklang zugleich Bezugspunkte zu Vergangenheit und zum Kulturerbe des Landes; sie zeigen in ihrer dunklen Wuchtigkeit individuelle Perspektiven und nachdenkliche Lehrstücke – über vergessene, mitunter verdrängte und unbekanntere Geschichte(n), über Umweltzerstörung und Kommerz, Zersiedlung und Verfall, über Einsamkeit und verrinnende Zeit.

So divergierende Orte wie das Worringer Schlachtfeld, das Bayer-Kreuz in Leverkusen, Rostock-Lichtenhagen, das Ostseebad Prora oder das »Märchenschloss« Neuschwanstein Ludwig II. von Bayern bilden den Rahmen für eine Erkundungsreise durch gesamtdeutsche Befindlichkeiten. Dieter Röselers Stationen sind Abbilder und Verortung gescheiterter Politik, verlorener Unschuld und Schilderungen von Traumata deutscher Geschichte: Drittes Reich, RAF und Stuttgart21. Anlässlich der »Silberhochzeit« beider lange getrennten Hälften Deutschlands konzipiert und umgesetzt, klingen in den visuellen Erzählungen des Lichtbildners Röseler über sein Heimatland auch literarische Bezüge an, die an Heinrich Böll, Siegfried Lenz oder Günther Grass erinnern.

Ohne Überschwänglichkeit und Schwärmerei, ohne überzogenes Pathos sind die Fotografien des Projekts »Deutschland 5 Uhr 30« stille Betrachtungen des Landes und seiner Gegenwart. Aus ihnen spricht spürbares Unbehagen, in ihnen wird der besorgte Blick des fotografischen Forschers und Chronisten Dieter Röseler erkennbar: hier wurde keine Traumehe geschlossen, bestenfalls eine Vernunftehe.

Projektbegleitend wird vom arthellweg verlag eine limitierte Edition herausgegeben, die am 30. September 2015 in der Künstlerkolonie Worpswede präsentiert wird. 25 Motive der Serie sind als Einzelblätter, kleine Werkgruppen oder Komplettausgabe erhältlich. Mehr Informationen dazu hier.

»Deutschland 5 Uhr 30« ist als Preview-Ausstellung vom 2. – 31.10.2015 in der Künstlerkolonie Worpswede, Hotel Worpsweder Tor, zu sehen. Hier gibt’s weitere Infos zur Ausstellung.

Dieter Röseler im Netz:
WebsiteFacebookInstagram

»Deutschland 5 Uhr 30« im Netz:
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Fotos: ©Dieter Röseler – aus der Serie »Deutschland 5 Uhr 30«

Von Zeichen und Sein: Strawalde

Strawalde ©HeikeRost.com 1992 - All rights reserved.
Damals, in Paris: Im weitläufigen Foyer der Galerie „Le Monde de l’Art“ zieht Zigarrenrauch durch die Luft. Ein Hauch von Terpentin und Ölfarben mischt sich mit Stadtluft und Rauch zu einer merkwürdigen Mischung. Leises Wischen eines Pinsels, er klatscht unvermittelt farbspritzend auf den Papierbogen. Schwarze Schriftzeichen wie aus einer fremdartigen Sprache reihen sich aneinander. Ihr Echo verhallt zwischen der Bögen der geschwungenen Treppe. „Hör zu, hörst Du?“, murmelt Strawalde, der auf dem Boden kniet, die Zigarre zwischen die Lippen geklemmt, „Hörst Du, wie sich alles miteinander unterhält?“

Jahre später, ein Ausschnitt des Films „Gebrochene Glut“: Eine Tasse, auf dem Spiegel des Lotostees schwimmen Luftblasen. Jürgen Böttcher filmt, staunend über eine fantastische Welt der kleinen Wunder: „Schau, das ist wie Atmen. Man versteht es – und versteht es zugleich nicht.“ Und singt leise. Es ist das Licht, was ihn fasziniert. Die intensive Verbindung von Gesehenem, Geträumten, Erlebtem und Erdachten, die erst zu Wahrnehmung wird, aus der Strawaldes ebenso intensive Bilder entspringen, ob auf der Leinwand, auf Papierbögen – oder in seinen Dokumentarfilmen. Echtheit ist es, die ihn inspiriert: „Aufmerksam werden, bewusst werden, von Dingen und Menschen, die sind. Nicht nur erleben. Begegnen!“ Und noch viel mehr, aus der Summe von Träumen, Reflexion und Stofflichkeit wird für Strawalde ein Bild: „Sein! Im Tautropfen die ganze Welt!“. Klatschend schlägt er den Pinsel auf die Leinwand, das Geräusch vereint sich mit dem Rhythmus der Musik von Charlie Parker und Duke Ellington.

Paris, 1992. Ich sitze auf der großen Treppe in der Rue du Paradis. Beobachte. Höre zu. Der Stille, dem leisen Schleifen und dem Klang des Pinsels auf Papier und Leinwand. Zeit? Spielt keine Rolle, in diesem Moment. Die Schriftzeichen, der Mann mit der Zigarre. Er lächelt versonnen vor sich hin, summt, Fragmente von Melodien: Johann Sebastian Bach … und murmelt ein Wort. Es schwebt durch die Stille: „Phantastisch!“, raschelt durch die Halle, schwebt wie eine Seifenblase, verklingt mit leisem Zischeln. Nur wenige Bilder habe ich damals von Strawalde gemacht. Es war so, als störe meine unmerkliche Bewegung: Die Selbstversunkenheit des Künstlers, unseren Dialog jenseits der Worte, sogar das Fließen der Zeit selbst. „Weil Du genau darüber redest, was ich eigentlich fragen würde“ sagt Filmemacher Hans-Dieter Grabe viel später in seinem Film zu dem Freund, zu Jürgen Böttcher.

Überhaupt, die Bilder, überall und allgegenwärtig: „Sie sind eigenständige Wesen, sie trösten mich und schenken mir etwas“ sagt Strawalde im Film. Vielleicht ist dieser Gedanke dem größten Geheimnis der Kunst am nächsten: Dass man mitunter nur durch sein Werk spricht – und existiert. Jenseits aller Worte, jenseits aller rationalen Welt und ihrer Erklärbarkeit. „Als ob man ein Fenster aufmacht. Das ist Reichtum.“ Der Künstler erzählt: Von einem Spaziergang, traurig und allein. Von den kleinen Nachrichten unterwegs, für den, der hören kann; im Gesang einer Amsel vergeht alle Trauer, wird Strawaldes Glücksmoment.

April 2008, Morgendämmerung im nebelfeuchten Garten, barfuß, vor dem Fenster singt ein Zaunkönig. Gedanken wurden Bilder, damals in meinem Notizbuch:
Winziger Vogel
huscht durch knospenden Garten
gewaltig das Lied.

Weiterführende Links:

Hans-Dieter Grabe, Dokumentarfilmer
„Gebrochene Glut“ – der Film von Hans-Dieter Grabe über Strawalde alias Jürgen Böttcher
Jürgen Böttcher alias Strawalde, Dokumentarfilmer und Maler (Wikipedia)
Strawalde im Netz – Website
Das Kulturmagazin „Kubus“: Ein Kurzporträt von Jürgen Böttcher alias Strawalde (Video, ca. 15 Minuten)

Wolfgang Zurborn – »Catch«

Ausschnitt aus »Catch« © Wolfgang Zurborn - Alle Rechte vorbehalten.Flanierend, skizzierend, beobachtend, kombinierend – aus ungewohntem Blickwinkel Versatzstücke des Gesehen neu zusammensetzend, detailverliebt, augenzwinkernd, amüsiert, treffsicher und bisweilen boshaft, ohne bösartig zu sein: Wolfgang Zurborns Bilder seiner neuen Monographie »Catch« sind von spröder Stille und herbem Reiz. Ihre Komposition und Geschichten erschließen sich nicht sofort dem Betrachter, sind widerspenstig, entziehen sich dem ersten Blick, bedürfen der Atempause und Stille, der Rückkehr und erneuten Konzentration auf die Motive. Legt man das Buch aus den Händen, bleiben sie dennoch wie mit feinen Widerhaken versehen in den Gedanken präsent.

»Catch« ist als Titel der sechsten Monographie Zurborns so hintersinnig und doppelbödig wie dessen Photographien selbst. »Catch« bedeutet Trick – so wie viele der Bilder, die buchstäblich trickreich aus ungewöhnlicher Perspektive photographiert ebenso ungewöhnliche Momentaufnahmen sind: Einladungen zu Entdeckungsreisen und Spaziergang in den Details, den eigenen inneren Geschichten ebenso auf der Spur wie den visuellen Notizen des Photographen. Mitgenommen und erjagt auf seinen photographischen Wanderungen, bezeichnet »Catch« auch die Beute des Sehens. Bunt und fröhlich in ihrer Farbigkeit sind diese Unterwegsfunde, sind Lebensspuren, (ein)gefangen mit der Kamera und komponiert zu grafischen Strukturen. Ihr frappierender Klang ähnelt bisweilen einem fernen Echo von Martin Parr, ohne dessen Getösigkeit ahnen zu lassen: Die Serie »Catch« ist weitaus zarter, behutsamer und stiller erspürt und beobachtet.

»Catch« bezeichnet auch den Fanghaken einer Angel; ein treffendes Bild für augenfesselnd sensible Bilder, die zur Wiederkehr einladen, zum Nachspüren der skizzierten Mosaike, der atmosphärisch dichten Versatzstücke von Alltagsleben und Straßenbildern auffordern und den Photographie-Liebhaber buchstäblich an der Angel haben. Spitzblättrige rote Tulpen mit Fußgängerschatten auf blauem Grund: Den Frühlingshimmel gleichsam zu Füßen, erinnert dieses Bild an die unbeschwert bunte Welt eines David Hockney. Elegante Haarteile in einem Schaufenster: Aus Einblicken und Durchblicken fügt Wolfgang Zurborn eigentümlich berührende, vielschichtige Collagen zusammen, die zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit irisieren. Immer wieder bilden diese Montagen Paare – mit ebenso vielen Unterschieden wie Gemeinsamkeiten; ein Spiegelbild der Gedankenwelt eines leidenschaftlichen Beobachters, Sammlers und Jägers mit untrüglichem Spürsinn, ein Kaleidoskop der oft übersehenen, sehenswerten Details.

Es sind die kleinen Dinge, die uns davon erzählen, wie groß das Leben ist…

Ausstellungen mit Arbeiten aus der Serie »Catch« sind hier zu sehen:

11.6. bis 30.8.2015 im Kunstmuseum Moritzburg in Halle/Saale
20.6. bis 20.9.2015 im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt (im Rahmen der Ausstellung »Ray 2o15 Fotografieprojekte Frankfurt/Rhein-Main)

A Tribute to the King

R.I.P. B.B.King – and thank you for the music. Lucille will be lonesome without you.

Additional links:
»Come rain or come shine« – B.B.King and Eric Clapton, »Riding with the King«
A Tribute to B.B. King by Mojo Magazine

Photos: ©HeikeRost.com – All rights reserved.

Bilder einer Ausstellung …

Berlin - ©HeikeRost.com 12/2012 - All rights reserved.»Image and View« befasst sich gerne und ausführlich auch mit Ausstellungen, empfiehlt, rezensiert und schaut an. Immer interessant, vielschichtig und für manche Entdeckung gut: Fotografie erfreut sich riesiger Beliebtheit und Verbreitung, den Smartphones mit eingebauter Kamera sei Dank. Ausstellungen und Workshops haben regen Zulauf, die Besucherstatistik renommierter Galerien und Museen spricht für sich. Was für eine Chance, wertvolle Denkanstöße in Sachen »visuelle Kultur« zu geben! Dennoch sind manche dieser Projekte geeignet, dem versierten Besucher die Zornröte auf die Stirn zu treiben. Vor allem dann, wenn Konzepte dank zahlreicher Mängel in der Präsentation vor die Wand, um nicht zu sagen in die direkte Hölle des Kuratierens fahren.

Kürzlich in einer großen Werkschau: in merkwürdig diffuser, unsortierter Hängung werden Bilder einer Ikone der Fotografie gezeigt. Die bis auf den Namen des Künstlers völlig zusammenhanglos präsentierten Bilder in Rahmen und Schaukästen offenbaren dem unversierten Besucher nicht einmal auf den zweiten Blick tiefere Erkenntnisse über die Werke und den Fotografen. Auch dem fachkundigeren Besucher ist das nicht ohne Weiteres möglich; weitgehend Fehlanzeige in der kompletten Ausstellung sind Aufnahmedaten, Namen fotografierte Personen, Entstehung der einzelnen Fotos und Serien. Eine Mischung aus ärgerlicher Schludrigkeit in der Präsentation und einer kuratorischen Sichtweise, die bedenklich wenig auf die Vermittlung fotografischen, historischen oder inhaltlichen Wissens fokussiert ist. Schon dieser erste Stolperstein machte bemerkenswert wenig Lust auf eine weitere Auseinandersetzung mit der Ausstellung. Dennoch, weiter in der Betrachtung.

In einer Glasvitrine an der Wand wurden Negative, deren Kontaktbögen und Abzüge präsentiert. Gleich drei eklatante Fehlleistungen aus kuratorischer Sicht inbegriffen: Selbstverständlich kann und darf man auch schwächere Arbeiten einer Ikone der Fotografie zeigen. Selbst die Größten unter zeitgenössischen Fotografen hatten und haben nicht immer ein glückliches Händchen, weder in der Auswahl ihrer Bilder noch in deren Gestaltung oder Belichtung. Oft sind ikonisch gewordene Fotografien präzise Teamarbeit eines Fotograf und eines klugen Editors bzw. Bildredakteurs, der dem Lichtbildkünstler auf die Sprünge half, wenn er den Wald vor lauter Bäumen nicht (mehr) sah. Selbst Branchengiganten wie Robert Lebeck haben das gelegentlich erlebt. Solche erkennbar gestalterisch und handwerklich mangelhaften Werke gänzlich unkommentiert und ohne Einordnung in einen Werkkontext Ausstellungsbesuchern zu präsentieren, ist mangels Erkenntnisgewinn bestenfalls überflüssig, schlimmstenfalls eine respektlose, posthume Demontage eines Künstlers.

Auch der Umgang mit den Abzügen ließ zu wünschen übrig, das belegten die zu den Vorlagen passenden Fotos im Schaukasten. Wohl kein Fotograf käme überhaupt auf die Idee, seine Bilder »out of camera« zu vergrößern. Das ist ein Mythos aus dem Reich der Märchen und Legenden, an dem sich auch in digitalen Zeiten nichts geändert hat. Übrigens auch nicht durch die sträflich auf technische Aspekte verkürzte, unsägliche Debatte um den diesjährigen World Press Award, die in weiten Teilen ein Frontalangriff auf die individuelle Handschrift von Fotografen ist. Wer als Printer Negative ohne weitere Nachbearbeitung vergrößert, versteht weder sein Handwerk noch Bildidee oder gar den Fotografen selbst (der im übrigen dokumentierte, penible Aufzeichnungen hinsichtlich der Ausarbeitung seiner Bilder hinterlassen hat). Leider hat nicht jeder das Glück, außer mit einem kompetenten Fotoeditor auch mit einer Branchengröße wie z.B. Voja Mitrovic zu arbeiten. Viele der ikonischen Arbeiten von Koudelka, Cartier-Bresson, Salgado sind dem exzellenten Können dieses Fine Art Printers zu verdanken, der in enger Absprache mit dem jeweiligen Fotografen Bildern in der Dunkelkammer den letzten Schliff gibt. Voller Verständnis und tiefem Respekt für dessen Arbeit, seine fotografische Handschrift (und Seele), ohne die eine solche Zusammenarbeit zwar möglich wäre, aber mit einiger Sicherheit nicht zu überzeugenden, geschweige denn großartigen Ergebnissen führt.

Immerhin führten solche Schaukästen dann zu merkwürdigen Diskussionen, unter anderem darüber, ob der Fotograf die Kontaktabzüge seiner 6×6-Negative nachbelichtet habe. Ein gewisser Unterhaltungswert ist dieser grenzdämlichen Frage zwar nicht abzusprechen, sie hätte sich allerdings sinnvoll beantworten lassen: Durch einen Einblick in die penibel geführten Kladden des Fotografen, in denen er sowohl Lichtstände und Belichtungszeiten als auch Rezepturen für individuell angepasste Filmentwickler und Entwicklungszeiten notiert hat. Leider haben diese zum Verständnis nötigen Ausstellungsstücke gefehlt, ebenso wie entsprechende Hinweise auf die vorhandenen Aufzeichnungen. Ein didaktisches Manko, das sich quer durch die komplette Werkschau und insbesondere in der Präsentation einiger Farbprints fortgesetzt hat.

Diese Prints wurden entweder lieblos mit doppelseitigem Klebeband an die Wand geklatscht oder aufgezogen; leider wellte sich nach kürzester Zeit die Kaschierung, löste sich der Print von der Trägerplatte ab. Immerhin, unter den bunten Bildern weisen kleine Täfelchen darauf hin, dass es sich um »2014er Digital-Farbprints« handelt. Mehr gibt es nicht zu erfahren. Die Jahrgangsbezeichnungen von Vergrößerungen sind leider wenig aufschlussreich: Bei den präsentierten Werken handelt es sich um Abzüge von Negativen aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, deren Farbigkeit sich grundlegend von der digitalen Farbigkeit unserer Zeit unterscheidet. Vergebene didaktische Chancen eines kuratorischen Konzepts auch hier: Eine Gegenüberstellung von Vintageprints oder zumindest entsprechenden Reproduktionen zeitgenössischer Bildbände mit den modernen Prints hätte einen spannenden Einblick in die Veränderung von Farbwahrnehmung eröffnet. Noch weitergehender hätte das eine wertvolle Erläuterung sein können, dass die Überzeugungskraft vieler Bilder nicht allein auf ihrer Farbigkeit, sondern vor allem auch auf inhaltlichen, gestalterischen Qualitäten und handwerklichem Können eines Fotografen basiert.

Auf den Erwerb eines Ausstellungskatalogs habe ich dann dankend verzichtet, ebenso wie auf die Nennung von Ausstellungsort, Fotograf oder Titel der Ausstellung; die hier beschriebenen Mängel sind leider kein Einzelfall.

Weiterführende Links:
»Voja Mitrovic – Printer to the Greats« (Part I, The Online Photographer, by Peter Turnley)
»Voja Mitrovic – Printer to the Greats« (Part II, The Online Photographer, by Peter Turnley)

Martin Blume: »Auschwitz heute«

»du hast angst vor der finsternis?
ich sage dir: wo der weg menschenleer ist,
brauchst du dich nicht zu fürchten.«

Nie ist es leer in Auschwitz, nicht, wenn Besucher auf den Spuren des Unaussprechlichen den Ort bevölkern. Nicht einmal in der Stille der Nacht oder im Winter, als der Fotograf Martin Blume die Gedenkstätte besuchte. Bewusst im Winter, bei klirrender Kälte: Das Zittern des Künstlers im Frost, zugleich Nachhall seiner Gedanken und Gefühle angesichts der Monströsität der Menschenvernichtung, findet sich in seinen überwiegend schwarzweißen Bildern wieder.

»ich habe keine angst.
meine angst ist in auschwitz geblieben
und in den lagern.«

Auf einer fünfjährigen Spurensuche, die den Künstler physisch und psychisch an seine Grenzen und darüber hinaus führte, entstand ein beeindruckendes, in seiner Stille umso berührenderes Projekt. Martin Blume nähert sich in seinen bewusst unscharfen, abstrahierenden Bildern – »Psychographien« nennt er sie, eine Synthese von Psychologie und Photographie – dem Unaussprechlichen des Vernichtungsortes an und bietet dem Betrachter zugleich die Freiheit, in der Abstraktion seine eigene innere Sprache zu finden und Geschichte zu fühlen.

»auschwitz ist mein mantel
bergen-belsen mein kleid
und ravensbrück mein unterhemd.«

[vimeo]https://vimeo.com/118283167[/vimeo]

»Bewahren und Verändern gehen Hand in Hand« sagt Martin Blume über seine Arbeit in Auschwitz. Die Auswahl von 20 der insgesamt 70 Fotografien des Projekts »Auschwitz heute«, die noch bis zum 6.4.2015 im Mainzer Landesmuseum gezeigt werden, ist dem Betrachter auf eindrückliche Weise nah.

Martin Blume ist am 10.3.2015 gestorben. Hier das filmische Porträt des Künstlers von Uwe H. Martin:

[vimeo]https://vimeo.com/118300684[/vimeo]

Weiterführende Links:
»Auschwitz heute«, 8.3. – 6.4.2015 im Landesmuseum Mainz. (Mehr Informationen zur Ausstellung auf der Website des Museums.)
»Auschwitz heute« (Englische Version der Dokumentation, ©Uwe H. Martin/Bombay Flying Club)
Martin Blume über sein Projekt Auschwitz (Englische Version des filmisches Porträts, ©BombayFlyingClub von Uwe H. Martin)
Martin Blume im Netz

Zur Ausstellung sind ein begleitender Katalog (bestellbar über die Bundeszentrale für Politische Bildung) sowie das Buch »Auschwitz heute« von Martin Blume mit Essays von Stéphanie Benzaquen, Christoph Kreutzmüller und Tomasz Kobylański im Verlag Hentrich & Hentrich erschienen.
Beide Publikationen sind auch im Shop des Landesmuseum erhältlich.

Martin Blumes Projekt »Verdun«, eine gemeinsame Arbeit mit Emmanuel Berry, wird vom 2.4. bis 2.8.2015 in der Villa Ludwigshöhe, Edenkoben, gezeigt. Mehr dazu auf seiner Website.

Das oben zitierte Gedicht »auschwitz ist mein mantel« stammt von der Dichterin Ceija Stojka, die drei Vernichtungslager der Nazis überlebt hat.

Bilder der Slideshow:
Bild 1 + 5: ©HeikeRost.com 8.3.2015 – Blick in die Ausstellung im Landesmuseum. Alle Rechte vorbehalten.
Bild 2 – 4: ©Martin Blume – »Erinnerung«, »Gaskammer Krematorium« und »Blick zum Aschesee« – Alle Rechte vorbehalten.

The Importance of Gearing Down

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Maybe the biggest plus of those who know both worlds, analogue AND digital: you don’t unlearn certain things. Reasons for me to spend a »gear down« day at the countryside, including a fully mechanic medium format camera body, one lens, a single roll of film, 12 frames possible – and some reflections afterwards.

– Carrying too much gear is mostly a sign of insecurity and missing reflection on the topics a photographer is interested in and and also of missing reflection on the story a photographer wants to tell. (The closer I am to all this, the smaller my camera bag can be.)

– „Chimping“ is nothing but a bad attitude. Don’t get me wrong here: it’s ok to have a look at some shots when on assignment and in doubt of proper lighting. An experienced photographer knows about moments and photos – for the heart skips a beat.

– Last but not least: Fortunately, there is no right or wrong. The only reason to make choices is definitely a matter of the right tool for the photos and for the intention of the story a photographer wants to tell.

Even in times of digital I still shoot film and would never consider to sell my analogue gear. The choice of cameras, formats and lenses always depends on the idea I have about the resulting photos. Referring to HCB, who used to say »sharpness is a bourgeois concept«, the perfection of noiseless photos could be the same. »Can you please add some noise or grain, this looks way too clean.« Clients‘ words, not mine. Smile.

Some more reading here: »Why I’ve Gone Back To Shooting Film… And Why You Should Too« (08/2014, David Geffin at Leicaphilia)

Photo: ©HeikeRost.com 31.8.2014 – All rights reserved.

Although I normally don’t discuss technical aspects for the sake of the image itself, here is my recipe of photographic straightforwardness of the photo above: Mamiya C330, 80mm lens, Kodak TMax 100 B&W (found in the film fridge and definitely out-dated). Exposure 1/500s, f 8, orange filter at 200 ISO. D-76, no crop, no additional enhancement via LR or else, this is the raw scan (except black frame and watermark).