Linktipps 14.4.2012 – Klicken, Blättern, Entdecken

Der fotografische Nachlass einer Nanny, vor zwei Jahren bei einer Auktion in Chicago entdeckt, hat Schlagzeilen gemacht: Vivian Maier, die Zeit ihres Lebens fotografiert hat, aber ihre Arbeit nie kommerziell verwertet oder öffentlich gemacht hat, gilt als eine der besten Vertreterinnen der Streetphotography. Die Website VivianMaier.com stellt ihre Arbeit vor: Mehrere Portfolio-Galerien laden zu Entdeckungsreisen in ihre spannenden Fotografien ein. Neben Informationen über aktuelle Ausstellungstermine bietet die Website auch einen Einblick in das Buch „Vivian Maier – Streetphotography“, der ihre besten Arbeiten in einem exzellenten Bildband vereint.  Die Galerie Howard Greenberg bietet übrigens 37 ausgewählte Motive aus Maiers Gesamtwerk als limierte Edition an; ausgearbeitet werden die Fine Art Prints übrigens von Steve Rifkin, der für zahlreiche renommierte Galerien tätig ist.

Dieses Jahr wäre sie 100 Jahre alt geworden, im Januar ist Eve Arnold 99jährig gestorben: Ihr gewidmet ist die großartige Ausstellung „Eve Arnold.Hommage“ im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern, die noch bis 3. Juni dort gezeigt wird. Zur Ausstellung ist ein Katalog gleichen Titels erschienen, der Eve Arnolds wichtigste Reportagen zusammenfasst: Ihre China-Reisen, Voodoo in Haiti, die ersten fünf Minuten im Leben eines Babys, die berühmte „Modenschau in Harlem“. Arnolds beeindruckende Künstlerporträts runden den Bildband „Eve Arnold.Hommage“ mit insgesamt 150 Fotografien aus dem Schirmer-Mosel-Verlag ab.

Eyemazing – ein inspirierendes „Bookazine“ für Fotografen und alle Liebhaber ungewöhnlicher Bilder; die Website bietet einen exzellenten Überblick über die bisher erschienenen Ausgaben, die sowohl digital als auch in gedruckter Form dort erworben werden können. Von künstlerischer bis Reportagefotografie finden sich bei Eyemazing fast alle Varianten der Fotokunst; bekanntere und unbekannte Lichtbildner stellen beeindruckende Farbwelten und Schwarzweißfotos vor. Erscheint vierteljährlich – Prädikat „unbedingt ansehen“.

Eikon – das österreichische Magazin für Fotografie, Medienkunst und andere interdisziplinäre Kunstformen erscheint schon seit 1991. Die zweisprachig (deutsch/englisch) erscheinende Zeitschrift besteht aus zwei Teilen: Schwerpunktmäßig ist die eine Hälfte jungen Künstlern aus den Bereichen Fotografie, Medienkunst und anderen interdisziplinären Kunstformen gewidmet. Die „Artist Pages“ liefern zusätzlich zum künstlerischen Teil auch eine Menge überaus interessanter theoretischer Beiträge zur Kunstszene. Die andere Hälfte von „Eikon“ widmet sich aktuellen kulturpolitischen und künstlerischen Themen – Galerietipps, Ausstellungstermine, Rezensionen und Wettbewerbe gehören ebenfalls zu den Inhalten. Die Ausgaben können hier einzeln nachbestellt werden.

Foto: ©Eve Arnold/Magnum Photos – courtesy Schirmer/Mosel

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